ProSieben hat seit Dienstag eine neue Reality-Wette laufen — und die zieht erstmal vor allem die Jäger an. „The Hunt – Welcher Promi ist leichte Beute?“ schickt acht Reality-Größen rund um Serkan Yavuz, Cecilia Asoro, Caro Robens, Maurice Dziwak und Co. in einen bulgarischen Wald, wo sie sich auf 2,5 Quadratkilometern stundenlang fangen. Klingt nach Hunger-Games-Trash-Edition, schaut sich aber linear kaum jemand an.
Die Premiere am 12. Mai brachte laut Quotenmeter nur 0,14 Millionen Zuschauer auf den Bildschirm — eine Zahl, die Branchenbeobachter zwischen „ernüchternd“ und „richtig übel“ einordnen. Die direkt anschließende zweite Folge ab 23:45 Uhr rutschte sogar auf 0,04 Millionen ab, der Marktanteil dümpelte bei 0,7 Prozent, in der jungen Zielgruppe bei 0,9. Für einen Sender, der seinen Reality-Showcase 2026 dringend liefern muss, sind das Werte, die wehtun. Der Cast ist reality-tauglich besetzt, das Format hat Bewegung und einen 50.000-Euro-Pott, der eigentlich genug Anreiz für Tactic-Talk auf Insta bieten sollte.
Der Trashticker-Take: Die wahre Reichweite holt sich „The Hunt“ vermutlich beim VOD-Abruf auf Joyn — Reality-Stoff wandert seit Monaten dorthin, wo das Publikum längst sitzt. Wer dienstags um 22:35 Uhr noch wach auf ProSieben einschaltet, ist eine schrumpfende Nische. Spannend wird, ob ProSieben demnächst auch die Streaming-Zahlen aktiv kommuniziert — oder ob „The Hunt“ als linearer Ausrutscher in den Quotentabellen kleben bleibt, während er auf Joyn längst sein Publikum gefunden hat.
Quellen: Quotenmeter.de (Premieren-Zahlen vom 13.05.2026), DWDL.de (Format-Einordnung), Joyn.de (Sendeprofil und VOD-Bereitstellung).