Das Dschungelcamp 2026 ist gerade erst abgeraeumt, da dreht sich das Casting-Karussell fuer „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 2027 schon wieder. Bestaetigen wird RTL traditionell nichts, bevor nicht alle Vertraege unterschrieben sind – aber das haelt die ueblichen Verdaechtigen nicht davon ab, sich selbst ins Gespraech zu bringen. Die Champions League des Trash beginnt eben nicht mit der ersten Pruefung, sondern mit dem ersten Interview.
Ganz vorne in der Geruechtekueche steht Knossi: Der Streaming-Koenig soll nach seiner „Let’s Dance“-Erfahrung angeblich kurz vor Verhandlungen ueber einen Camp-Einzug stehen, heisst es in mehreren Boulevardmedien. Auch Jimi Blue Ochsenknecht, laut Berichten frisch gekroenter „Promi Big Brother“-Sieger 2025, wird als heisser Kandidat gehandelt. Simone Lugner, Witwe des Wiener Bauunternehmers Richard Lugner, soll es mit dem Dschungel-Wunsch besonders ernst meinen. Und aus der „Goodbye Deutschland“-Ecke meldet sich Andreas Robens mit einem klaren „Natuerlich haette ich Bock“ – flankiert von Auswanderer-Kollegen wie Peggy Jerofke, Marco Guelpen und Katrin Mermi-Schmelz, die ebenfalls als moegliche Namen kursieren. Auffaellig ist die Mischung: ein Internet-Star mit Millionen-Reichweite, ein Schauspieler-Spross mit Skandal-Akte und eine Society-Witwe mit Boulevard-Bonus – jede Personalie bringt ihr eigenes Publikum mit. Genau diese Vielfalt ist es, die RTL beim Camp-Casting traditionell sucht.
Dass diese Namen ausgerechnet jetzt die Runde machen, ist kein Zufall. Wer sich im Fruehsommer laut genug ins Camp redet, haelt seinen Marktwert fuer die Herbst-Verhandlungen hoch – eine Selbstbewerbung, getarnt als Interview. RTL laesst sich derweil nicht in die Karten schauen. Anders als beim „Sommerhaus der Stars“, dessen Cast am 15. Mai offiziell verkuendet wurde: acht Paare, 50.000 Euro Preisgeld, gedreht wird wie gewohnt rund um Bocholt. Beim Dschungel dagegen bleibt bis zur offiziellen Verkuendung alles Konjunktiv – und genau das macht die Spekulation so unterhaltsam.
Trashticker-Einschaetzung: Solche oeffentlichen Bewerbungen sind vielleicht das ehrlichste Genre des deutschen Reality-TV – ein Vorsprechen vor Publikum, das niemand offiziell ausgeschrieben hat. Ob Knossi oder Jimi Blue am Ende wirklich ins Flugzeug nach Australien steigen, weiss heute niemand, RTL am wenigsten. Aber dass sie es laut sagen, verraet mehr ueber den Reality-Markt als jede Pressemitteilung: Sichtbarkeit ist die haertere Waehrung als jede Gage. Wir tippen: Mindestens einer der Selbstbewerber sitzt im naechsten Januar tatsaechlich am Lagerfeuer.