4.000 Zuschauer. So dünn ist laut DWDL aktuell der Vorsprung, mit dem „Kampf der Realitystars“ im RTL+-Streaming vor „Prominent getrennt“ liegt: 1,000 Millionen wöchentliche Netto-Reichweite gegen 0,996 Millionen. Das ist keine Quote mehr, das ist ein Wimpernschlag.
Spannend wird der Wert vor allem im Kontrast zur klassischen Röhre. Linear lahmt das Trash-Genre seit Monaten – „Realitystars“ kam zuletzt nur auf magere 5,5 % Marktanteil in der Zielgruppe. Doch zeitversetzt dreht sich das Bild: Am 15. Mai legte eine Folge nachträglich um satte 190.000 Zuschauer auf insgesamt 750.000 zu, der Zielgruppen-Marktanteil sprang um 1,9 Prozentpunkte auf 6,7 % – Formatrekord. Der Trash-Fan schaut eben nicht mehr pünktlich um 20:15 Uhr, sondern wenn der Feierabend es zulässt.
Der Trashticker-Take: Wer Reality-TV 2026 noch über lineare Marktanteile bewertet, misst mit dem falschen Lineal. Das eigentliche Spielfeld ist die App – und dort tobt gerade das engste Duell des Jahres. Dass ausgerechnet ein Recycling-Format wie die Allstars die Million knackt, während frische Ware knapp dahinter lauert, sagt mehr über RTL+ als jede Pressemitteilung: Beim Streaming-Trash ist Stammpublikum die härtere Währung als der Neuheitsbonus.