Acht Singles, sieben Länder, ein Quoten-Sprung mit Sturzflug-Risiko: „Bauer sucht Frau International“ ist am Montagabend mit 2,41 Millionen Zuschauern und 10,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 59-Jährigen unter den Privatsendern auf den Primetime-Thron geklettert. Einen Tag später, in Folge zwei, kassierte Inka Bause beim jungen Zielpublikum dann den ersten Dämpfer — runter auf 7,2 Prozent in der 14-49er-Gruppe.
2,35 Millionen Zuschauer sahen am Dienstag insgesamt zu, der Gesamtmarktanteil lag bei stattlichen 11,9 Prozent — die ältere Stammkundschaft hält Inka Bause also weiter die Treue. RTL+ hatte schon eine Woche vor TV-Premiere die komplette Staffel freigeschaltet, montags und dienstags läuft das Format dann linear auf RTL, das Finale folgt am 8. Juni. Schon 2025 hatte die internationale Variante in der jüngeren Zielgruppe besser performt als das deutsche Stamm-Format — der diesjährige Folge-2-Knick könnte heißen, dass die Streaming-Vorab-Strategie das junge Publikum vom Live-Schalten abhält.
Während ProSieben am Sonntag mit Sophia Wolters Show bei 1,8 Prozent versank (wir berichteten), drischt Inka Bause weiter ungerührt auf der Kuhglocke — auch wenn sie diese Woche eher mittwochmorgens die Faust hebt. Ihre Formel ist seit Jahren dieselbe: ehrliche Romantik, Outback-Kitsch, kein Reality-Pflichtdrama. Genau weil BsF International nichts beweisen muss, bleibt es der konkurrenzlose Komfort-Tatort des Genres. Glückwunsch, RTL — manchmal gewinnt halt das Schwein im Stall gegen den Hund im Studio.