Die Reality-Allstars haben einen neuen Rekord aufgestellt – und zwar nicht im Pool, sondern in der Streaming-Tabelle. In der Kalenderwoche vom 27. April bis 3. Mai kam „Kampf der RealityAllstars“ bei RTL+ auf eine Streaming-Nettoreichweite von 1,132 Millionen und knackte damit erstmals die Millionen-Marke. Der erst eine Woche zuvor aufgestellte Bestwert wurde gleich nochmal um 166.000 übertroffen. In der wöchentlichen DWDL-Auswertung landet das Format damit auf Platz vier – vor „Tatort“, „The Boys“ und sogar der Bundesliga, geschlagen nur von den drei Nachrichtenmarken ZDFheute, Tagesschau und ntv.
Zur Einordnung: Im Vorjahr lag der Staffel-Bestwert noch bei 0,711 Millionen – der Sprung ist also gewaltig. Wichtig dabei, weil gern verwechselt: Die AGF weist hier sogenannte Programmmarken-Nettoreichweiten aus, also alle Menschen, die plattformübergreifend mit Inhalten der Marke in Kontakt kamen. Das ist nicht dasselbe wie die durchschnittliche Sehbeteiligung aus der klassischen TV-Quote. Das von RTLZWEI zugelieferte Format ist damit aber unangefochten der Reality-Platzhirsch im Streaming – dahinter meldete sich „Prominent getrennt“ mit 0,77 Millionen ordentlich zurück.
Der Trashticker-Take: Die All-Star-Rechnung geht auf. Wer 24 bekannte Reality-Gesichter – von Dauerbrennerin Kader Loth bis zum 82-jährigen Prince Frédéric von Anhalt – in eine Staffel packt, holt sich jede einzelne Fangemeinde gleich mit dazu. Dass dieses zusammengewürfelte Trash-Ensemble im Streaming an einer Comic-Verfilmung wie „The Boys“ vorbeizieht, sagt mehr über den deutschen Reality-Hunger aus als jede Programm-Pressemitteilung. RTL+ hat längst verstanden: Allstars sind keine Notlösung, sondern ein eigenes Genre.