Drei Abende, drei sehr unterschiedliche Gemütslagen: Diese Reality-Woche hatte einen Sieger mit Herz, eine Ekelprüfung mit Nachspiel und ein Fremdgeh-Format im Endspurt. Der Recap von Dienstag bis Donnerstag.
Mittwoch, RTL+: Das Finale der KDRS-Allstars ging online – und bestätigte, was die Gerüchteküche schon länger handelte: Sam Dylan setzt sich gegen Kate Merlan und Sarah Knappik durch und nimmt 40.000 Euro mit nach Hause. Die eigentliche Pointe seiner Staffel bleibt das Comeback – von Georgina Fleur mitten in der Show rausgewählt, kämpfte er sich über ein Duell der Ausgeschiedenen zurück bis ganz nach oben. Und dann die Geste: Wie Promiflash berichtet, kündigte Sam an, jedem Finalisten 2.000 Euro abzugeben – „Das ist auch eure Staffel.“ TV-Fans ohne RTL+-Abo müssen sich noch bis zum 10. Juni gedulden, dann zeigt RTLZWEI das Finale im Free-TV.
Donnerstag, ProSieben: Die Realitystar Academy lieferte mit der Doppelfolge 15 und 16 die wohl unappetitlichste Stunde der Woche. Folge 15 trägt den programmatischen Titel „Snack-Attack und Spuck-Attack“: Bei der Ekelprüfung „Snack Attack“ kam es laut Programmangaben zu einem Spuck-Vorfall, der nicht ohne Konsequenzen blieb – Direktorin Désirée Nick dürfte ihre strenge Rolle selten so dankbar angenommen haben. Folge 16 hieß dann passenderweise „Nach dem Drama ist vor dem Drama“. Quotenseitig bleibt das Joyn-ProSieben-Experiment allerdings ein Sorgenkind: Quotenmeter bezeichnete die Spätabend-Show im Staffelverlauf bereits als „Totalausfall“. Das Finale steigt am 18. Juni.
Dienstag, RTL+: Temptation Island schob mit Folge 11 die vorletzte reguläre Runde nach – klassisches Aufbau-Fernsehen, bei dem die Lagerfeuer-Bilder vor allem eines erledigen: Fallhöhe für den Schlussakkord schaffen. Das Finale ist für den 16. Juni angesetzt, das große Wiedersehen folgt am 23. Juni. Sprich: Die wirklich teuren Tränen kommen erst noch, und RTL+ streckt den Abschied so weit wie möglich über den Juni.
Trashticker-Einschätzung: Die Woche zeigt das Genre in seiner ganzen Spannbreite. Sam Dylans 2.000-Euro-Geste ist kluges Personal Branding – vom gespoilerten Sieger zum Sympathieträger in einem Satz. Die Academy dagegen hat ein Strukturproblem: Wenn die lauteste Schlagzeile der Woche ein Spuck-Vorfall ist und die Quoten trotzdem im Keller bleiben, prüft das Format am Ende vor allem die Geduld von ProSieben. Auf die Verlängerung würden wir aktuell nicht wetten.