Es war das Reality-Highlight des Wochenendes: Am Sonntagabend lief auf RTLZWEI das große Allstars-Finale von „Kampf der Realitystars“. Drei Wochen Thailand, ein Star-Strand voller Allianzen und Abrechnungen – und am Ende ein Sieger, der nicht nur den Titel mitnahm, sondern auch eine Geste, mit der wohl kaum jemand gerechnet hatte. Wer das Finale schon Anfang Juni auf RTL+ gestreamt hatte, kannte den Ausgang. Im linearen TV durfte das Land am Sonntag noch einmal mitzittern.
Das Finale begann mit einem fiesen Telefon-Spiel: Wer beim klingelnden Hörer rangeht, bleibt – bis auf den oder die Dritte. Cecilia Asoro und Sarah Knappik retteten sich so ins Spiel, Elsa Latifaj erwischte den dritten Klingelton und musste sofort gehen. Tags darauf folgte der nächste Paukenschlag per Starblitz: Die Gruppe sollte sich auf einen Abgang einigen, sonst hätte die Gewinnsumme um 10.000 Euro geschrumpft. Kurz bevor Kader Loth sich opferte, kam ihr Matthias Mangiapane zuvor – er sehe ohnehin keine Chance auf den Sieg, so seine Begründung.
Über Final-Tickets, eine geheime Bewerbung und das Spiel „Bankgeheimnis“ spitzte sich alles auf die letzte „Stunde der Wahrheit“ zu – einen waschechten Münz-Krimi. Kate Merlan, Sarah Knappik und Sam Dylan standen im Finale, die zuvor ausgeschiedenen Maurice Dziwak, Cecilia Asoro und Cosimo Citiolo durften mit ihren erspielten Münzen einen Favoriten pushen. Sam lag zunächst klar vorn, doch die Verteilung der Joker-Münzen sorgte bis zur letzten Sekunde für Hochspannung. Am Ende hielt sein Vorsprung – und Moderatorin Arabella Kiesbauer kürte ihn zum Reality-Allstar des Jahres.
Der eigentliche Twist kam danach: Von seinen 40.000 Euro kündigte Sam an, jeweils 2.000 Euro an die fünf übrigen Finalist:innen abzugeben. Ein Reality-Sieger, der den Topf teilt – das sieht man am Star-Strand selten.
Trashticker-Einschätzung: Dass die Allstars-Staffel ihr Finale erst auf RTL+ und dann linear ausspielt, nimmt dem TV-Termin die Spannung – der Sieger stand längst in jeder Klatschspalte. Genau deshalb war Sams Spende-Ansage der klügere Aufreger: Sie verschiebt das Gespräch vom „Wer gewinnt?“ zum „Wer ist hier eigentlich der Gute?“. Ob RTLZWEI als Nächstes eine reguläre Staffel, neue Allstars oder ein frisches Konzept liefert, ließ Kiesbauer mit einem „bis zum nächsten Mal“ offen. Wir tippen: Das Format hat noch lange nicht abgebaut.