Die Fußball-WM 2026 walzt das lineare Abendprogramm platt. Laut den DWDL-Reichweiten vom 18. Juni führte das ZDF-WM-Spiel Tschechien gegen Südafrika mit 4,42 Millionen Zuschauern und satten 30,7 % Marktanteil das Tages-Ranking an, dahinter folgten Tagesschau und Brennpunkt. RTL dümpelte mit mageren 5,9 % Tagesmarktanteil hinter dem ZDF (19,3 %) und dem Ersten (11,6 %) – König Fußball lässt dem klassischen Free-TV-Abend gerade wenig Luft.
Für Trash-Fans ist das aber kein Drama, sondern Strategie. Die heißen Sommer-Formate laufen 2026 ohnehin nicht in der linearen Primetime, sondern dort, wo die WM sie nicht erwischt: bei RTL+ und Joyn. Freitags läuft „Ex on the Beach“ auf RTL+, parallel „Match My Ex“ bei Joyn, donnerstags stapelt RTL+ „Prominent getrennt“, und „Are You The One – Reality Stars in Love“ steht mit Sophia Thomalla in den Startlöchern. Wer Drama will, klickt, statt einzuschalten.
Der Trashticker-Take: Die WM ist nicht der Feind des Trash, sondern der Grund, warum er längst ausgewandert ist. Während das Free-TV gegen den Ball verliert, sammeln die Streamer in Ruhe Abos – und das große „Sommerhaus der Stars“ hält RTL sich bewusst für den Spätsommer auf, wenn der WM-Trubel abklingt. Der Sommer 2026 ist die beste Bestätigung dafür, dass Reality-TV sein Wohnzimmer gewechselt hat. Pünktlich zum Anpfiff klingelt die RTL+-Kasse.