Wer am Wochenende auf RTL+ einschaltet, kennt die halbe Besetzung schon aus dem letzten halben Dutzend Formaten: Seit dem 29. Mai laeuft die siebte Staffel von „Ex on the Beach“, und mit Folge 5 vom vergangenen Freitag, dem 26. Juni, ist die Mexiko-Villa endgueltig im Eskalations-Modus. Das Prinzip bleibt herrlich simpel – und damit zuverlaessig brennbar.
Rund zwei Dutzend Singles ziehen in eine Luxusvilla und hoffen auf die grosse Liebe. Dann spuelt der Strand ihre Vergangenheit an: Ex-Partner tauchen auf, mit denen nichts geklaert ist. Insgesamt 18 Folgen sind angekuendigt, jeden Freitag kommt Nachschub. Im Cast finden sich laut TV Movie unter anderem Gigi Birofio, Chris Broy und Diogo – Namen, die Reality-Zuschauer auch ohne Steckbrief sofort einordnen koennen. Wer das vergangene Reality-Jahr verfolgt hat, hat die meisten schon irgendwo zwischen Insel, Container und Dschungel gesehen.
Und genau das ist der Trashticker-Take: „Ex on the Beach“ verkauft sich als Dating-Experiment, funktioniert aber laengst als Klassentreffen der deutschen Reality-Szene. Dieselben Gesichter rotieren von der Insel ins Sommerhaus, vom Camp an den Strand – und das Publikum macht freiwillig mit, weil es die Beteiligten kennt wie alte Bekannte. Liebe ist hier ein Nebenschauplatz; der eigentliche Stoff ist die Wiedersehensfreude mit Leuten, die man eigentlich nie eingeladen hat. Eben deshalb funktioniert das Format auch in Staffel sieben noch: Man bleibt dran, um zu sehen, wer wem diesmal das Wochenende ruiniert.