Autsch. Gerade einmal 490.000 Menschen schalteten am Donnerstagabend ab 20:30 Uhr ein, als RTL die aktuelle „Die Bachelors“-Staffel weiterdrehte – so wenige wie noch nie in der Geschichte des Formats. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen standen magere 3,9 Prozent Marktanteil auf der Uhr, bei den 14- bis 59-Jährigen sogar nur 3,1 Prozent. Die Zahlen veröffentlichte DWDL am Freitagmorgen.
Zur Einordnung: RTL sendet die Staffel mitten in die Fußball-WM – und zwar mit voller Absicht. Die Hoffnung, die Datingshow linear noch zum Erfolg zu machen, dürfte man in Köln längst aufgegeben haben; die Folgen werden schlicht versendet. Dass es nicht am Vorprogramm lag, zeigt der Abend selbst: Ein „RTL aktuell Spezial“ zum Reformpaket der Bundesregierung holte direkt davor noch 1,15 Millionen Zuschauer und starke 15,0 Prozent in der Zielgruppe. Kaum übergaben die Nachrichten an die Rosen, war das Publikum weg – kein Wunder, das ZDF zog parallel mit dem WM-Spiel Australien gegen Ägypten 5,46 Millionen.
Der Trashticker-Take: Man kann RTL kaum einen Vorwurf machen. Wer wirklich mitfiebert, streamt die Folgen ohnehin zuerst auf RTL+ – linear ist der Bachelor 2026 eher Hintergrundrauschen für alle, denen Fußball zu aufregend ist. Trotzdem bleibt ein Allzeit-Tief ein Allzeit-Tief. Und für eine der dienstältesten Datingshow-Marken des Landes ist „läuft halt gegen die WM“ nur die halbe Wahrheit: Gegen Australien–Ägypten zu verlieren, ist dann doch eine ganz besondere Pointe.