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Take Me Out startet im Supercup-Schatten – und dreht nach Abpfiff auf

Der Reality-Samstag gehörte diese Woche nicht dem Flirten, sondern dem Fußball. Während auf Sat.1 der Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Dortmund und Bayern die Zielgruppe zeitweise bis zu 30,6 Prozent an den Bildschirm zog, schickte RTL ausgerechnet an diesem Abend die 12. Staffel von „Take Me Out“ ins Rennen – und musste dafür büßen.

Der Auftakt geriet mager. Die erste Folge kam zur Primetime auf nur 6,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen (0,18 Millionen), insgesamt standen 0,48 Millionen und damit sehr niedrige 2,4 Prozent auf dem Papier – für ein etabliertes Format ein ernüchternder Start. Die zweite Ausgabe nach 21 Uhr legte immerhin leicht auf 0,25 Millionen Jüngere und 7,4 Prozent zu, blieb aber verhalten.

Die Wende kam mit dem Schlusspfiff. Erst die dritte Folge des Abends, die ab 22.30 Uhr knapp nach Abpfiff des Supercups lief, sprang laut Quotenmeter auf erfolgreiche 13,2 Prozent durch 0,34 Millionen jüngere Zuschauer. Über alle Altersgruppen reichte es für 0,68 Millionen und 4,7 Prozent – ein deutliches Plus, das zeigt, wie sehr das Fußball-Großereignis die ersten beiden Ausgaben ausgebremst hatte.

Dass RTL die Staffelpremiere gegen einen Supercup programmiert, ist entweder Selbstvertrauen oder Kalkül: Wer nach dem Fußball noch wach ist und Lust auf leichte Unterhaltung hat, landet fast automatisch bei der Kennenlern-Show. Genau dieses Muster – schwacher Start, starkes Ende nach Abpfiff – zog sich durch den ganzen Abend. Zum Vergleich: Der ZDF-Krimi und der Sat.1-Fußball spielten in einer komplett anderen Liga, teils jenseits der 4-Millionen-Marke.

Einordnen lässt sich der holprige Auftakt auch mit Blick auf die Konkurrenzlage des Sommers: Reality- und Datingformate stapeln sich derzeit im Programm, von „Villa der Versuchung“ am Montag bis zum nahenden „Sommerhaus der Stars“. „Take Me Out“ ist dabei der Veteran unter den Flirtshows – ein Format, das seit Jahren zuverlässig ein junges Publikum bündelt, aber eben auf ein Umfeld angewiesen ist, das ihm nicht die halbe Zielgruppe wegschnappt. Ein Supercup ist da der denkbar unhöflichste Gegner.

Trashticker-Einschätzung: Der 13,2-Prozent-Schlussspurt ist die eigentliche Nachricht, nicht der 2,4-Prozent-Fehlstart. „Take Me Out“ funktioniert 2026 offenbar am besten als Absacker – dann, wenn die Konkurrenz ihr Pflichtprogramm schon abgeliefert hat. Für RTL heißt das: Die Marke trägt noch, aber sie braucht das richtige Zeitfenster. Gegen einen Supercup verliert eben auch das Flirten.

FAQ

Wann startete die 12. Staffel von „Take Me Out“?
Am Samstag, 22. August 2026, ab Primetime auf RTL – gleich in drei aufeinanderfolgenden Ausgaben an einem Abend.
Warum waren die Quoten zum Start so niedrig?
Parallel lief auf Sat.1 der Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Dortmund und Bayern, der bei den 14- bis 49-Jährigen bis zu 30,6 Prozent holte und den Abend dominierte.
Wie entwickelten sich die Zahlen im Lauf des Abends?
Von 6,2 über 7,4 auf schließlich 13,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Der Sprung kam mit der dritten Folge, kurz nach dem Abpfiff des Fußballspiels.

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