Es gibt Sommerhits, die man nie wieder los wird – und es gibt Loona. Die gebürtige Niederländerin, die 1998 mit „Bailando“ einen der größten Sommerhits der deutschsprachigen Musikgeschichte landete, ist längst kein reines Musik-Kapitel mehr, sondern eine feste Größe im deutschen Reality-TV. Zeit für die Frage: Was wurde eigentlich aus Marie-José van der Kolk – so ihr bürgerlicher Name?
Der zweite Frühling begann 2021, als Loona bei „Kampf der Realitystars“ Staffel 2 nach Thailand flog. Dass ausgerechnet eine Eurodance-Ikone die härteste Trash-Arena des Landes gewinnt, hätte vorab kaum jemand getippt – sie tat es trotzdem. Im finalen Münzvoting bekam sie fünf von sieben Stimmen der bereits ausgeschiedenen Kandidaten und kassierte 50.000 Euro. Ganz sauber war der Weg nicht: Loona hatte Andrej Mangold und Jenefer Riili zu Unrecht des Betrugs bezichtigt, was ihr den Ruf einer Strategin mit spitzen Ellbogen einbrachte. Am Ende zählte aber ihre Freundlichkeit gegenüber allen Mitstreitern – ein Sieg über Sozialkompetenz, wie er im Reality-Lehrbuch steht.
Eigentlich hatte sie danach angekündigt, nie wieder Reality zu machen. Dann kam die Anfrage für die erste Allstars-Staffel – und die Titelverteidigerin sagte zu. Ab dem 15. April 2026 trat sie bei RTLZWEI als eine von drei Ex-Gewinnern gegen die Rückkehrer-Riege an und galt vorab als eine der Top-Favoritinnen. Nur: Diesmal lief es nicht nach Plan. Laut Trashpedia flog Loona schon früh raus – die zweite Krone blieb dem Comeback verwehrt. Ein Reality-Gesetz am eigenen Leib: Als Gejagte startet man selten so entspannt wie einst als Underdog.
Privat läuft es runder. 2024 machte ihr Langzeitpartner Mark van der Waal ihr bei einem Auftritt auf offener Bühne einen Heiratsantrag; seither ist das Paar verlobt. Am 16. September wird Loona 52 – und bleibt mit rund 63.000 Instagram-Followern und einem Vermögen, das Medien auf mehrere Millionen schätzen (offiziell bestätigt ist das nicht), bestens im Gespräch.
Trashticker-Einschätzung: Loona ist der Beweis, dass Reality-TV keine Sackgasse für ausgediente Popstars sein muss, sondern eine zweite Bühne mit Verlängerung. Der Allstars-Ausrutscher kratzt am Standing kaum – wer einmal die Münzen auf seiner Seite hatte, ist im Trash-Kosmos praktisch unsterblich. Unser Tipp: Das war nicht ihr letzter Auftritt.