Sat.1 räumt weiter im Reality-Regal auf: „Amore unter Palmen“ verliert nach nur einer Staffel seinen Sendeplatz im Hauptprogramm. Die Fernbeziehungs-Doku-Soap, die im Frühjahr 2025 montags um 20:15 Uhr ihr Glück versuchte, wird künftig komplett zu Joyn ausgelagert – das berichtete zuerst fernsehserien.de, am Samstag zog auch Promiflash nach.
Der Grund ist so simpel wie gnadenlos: die Quoten. Schon die Auftaktfolge kam laut fernsehserien.de nicht über 640.000 Zuschauer und 5,8 Prozent in der jungen Zielgruppe hinaus, spätere Folgen rutschten auf bis zu 4,5 Prozent ab – und das, während das österreichische Original auf ATV seit 2019 zuverlässig läuft. Staffel 2 startet nun am 10. August als reines Joyn-Format, sechs Wochen lang in Doppelfolgen. Begleitet werden fünf Frauen und zwei Männer, darunter Arzthelferin Claudia aus Hannover, die auf Sansibar ihren Rolence heiraten will, sowie die Staffel-1-Rückkehrer Matthias und Kevin, die es diesmal in Thailand versuchen. Produziert wird das Ganze von Madame Zheng Production – der Fabrik hinter „Forsthaus Rampensau“.
Der Trashticker-Take: Überraschend ist hier gar nichts. Der Trash-Sommer 2026 gehört ohnehin den Streamern, und Sat.1 dürfte sich seine Primetime-Munition für den großen Big-Brother-Herbst aufsparen. Für „Amore unter Palmen“ ist der Umzug erst mal eher Gnadenhof mit WLAN als Beförderung – aber ausgerechnet Schwester-Format „Forsthaus Rampensau“ hat vorgemacht, dass man auf Joyn vom Nischen-Trash zum Kult werden kann. Die Chance auf ein zweites Leben wäre also da. Man müsste sie nur nutzen – am besten mit mehr Sansibar-Drama und weniger Sendeplatz-Scham.