Die ARD hat den Starttermin für die zweite Staffel von „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ verkündet: Ab Donnerstag, dem 24. September 2026, stehen zwölf neue Folgen in der ARD-Mediathek – jede Woche vier auf einen Schlag. Und diesmal traut sich Das Erste sogar raus aus der Mediathek: Die Folgen eins und zwei laufen am Startabend um 18:50 Uhr linear, mitten im Vorabendprogramm. Das berichtet das Medienmagazin DWDL.
Kurios wird es beim Blick auf den Rest des Sendeplans: Eine Woche später zeigt die ARD auf demselben Sendeplatz nicht etwa die Folgen drei und vier, sondern gleich fünf und sechs. Wer die Lücke füllen will, muss in die Mediathek – genau dorthin, wo die ARD ihr Publikum haben möchte. Inhaltlich bleibt alles beim Prinzip des Partyspiel-Klassikers „Die Werwölfe von Düsterwald“: 15 Spielende – darunter laut DWDL eine Rechtsanwältin, ein Polizist, eine Psychologin und ein Ex-Geheimagent – müssen enttarnen, wer Werwolf ist und wer Dorfbewohner. Michael Kessler ist erneut als Sprecher dabei und verspricht, dass „selbst die engsten Bündnisse innerhalb weniger Augenblicke zerbrechen“.
Der Trashticker-Take: Dass ausgerechnet die ARD ihr Reality-Vorzeigeprojekt an den Vorabend hievt, ist ein kleines Statement – Misstrauen, Intrigen und Bündnisbruch um 18:50 Uhr, wo sonst Quizshows wohnen. Die Häppchen-Programmierung ist zwar so verschachtelt, dass man fast ein eigenes Dorf-Whiteboard braucht, aber als Lockmittel Richtung Mediathek dürfte sie funktionieren. Und dass es überhaupt eine zweite Staffel samt Vorabend-Beförderung gibt, spricht dafür, dass sich der öffentlich-rechtliche Reality-Ausflug gelohnt hat.