Heute Abend um 20:15 Uhr zeigt RTL Folge 2 der vierten Staffel von „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“. Wer die Show im Stream verfolgt, hat exakt diese Folge bereits am 5. August gesehen – und steckt inzwischen mitten in Folge 5, in der sich das Verräter-Trio laut prisma-Recap ohne echte Not selbst zerlegt. Das lineare Programm läuft dem eigenen Bezahlangebot also um drei Folgen hinterher.
Zur Einordnung: Staffel 4 wurde bereits im Sommer 2025 im Château de Mielmont gedreht und ist seit dem 3. August abrufbar – erstmals nicht nur bei RTL+, sondern parallel auch bei Sky und WOW. Im Free-TV startete RTL erst am 17. August und packt die acht Folgen nun als zweiwöchiges Event von Montag bis Donnerstag ins Programm, Finale am 27. August. Sonja Zietlow führt wie gewohnt durch das Spiel, diesmal mit 18 Prominenten statt bisher 16, darunter Cathy Hummels, Max Kruse, Marijke Amado und Tine Wittler. Vier von ihnen sind Verräter, zu holen gibt es einen Silberschatz von 50.000 Euro.
Der Trashticker-Take: RTL wettet darauf, dass Stream- und Free-TV-Publikum zwei sauber getrennte Welten sind und niemand aus Versehen durch die falsche Timeline scrollt. Bei einem Format, dessen gesamter Reiz daran hängt, dass man nicht weiß, wer lügt, ist das eine ziemlich mutige Annahme – prisma fragte zuletzt sogar, ob RTL beim Bewerben der Staffel versehentlich die Finalisten verraten hat. Dazu kommt eine hübsche Statistik: In allen drei bisherigen deutschen Staffeln gewannen ausschließlich die Verräter. Die Loyalen verlieren also nicht nur im Schloss, sondern strukturell. Wer heute einschaltet, sieht eine Show, deren Ausgang anderswo längst feststeht – und darf trotzdem so tun, als wäre alles offen. Was, wenn man ehrlich ist, ziemlich genau beschreibt, wie Reality-TV ohnehin funktioniert.