Der Free-TV-Auftakt der elften Staffel war lang und leer zugleich: Von 20.15 bis 23.25 Uhr, also 190 Minuten inklusive Werbung, hielt RTL am Dienstagabend 0,81 Millionen Menschen ab drei Jahren vor dem Fernseher. Das ergibt laut Quotenmeter magere 5,0 Prozent Marktanteil. In der werberelevanten Zielgruppe blieben 0,20 Millionen übrig – 7,7 Prozent. Für ein Format, das jahrelang als sicherste Bank im RTL-Herbst galt, ist das ein ernüchternder Start.
Der Grund liegt nicht im Cast, sondern im Kalender. Die Streaming-Premiere lief bereits am 25. August bei RTL+, das Free-TV zog erst zwei Wochen später nach. Wer die Zimmerverteilung, die ersten Spitzen und den ersten eskalierten Streit sehen wollte, hatte das längst getan. Im Anschluss sammelte „Extra“ mit dem Nico-Legat-Porträt noch 0,49 Millionen ein und kam auf 5,5 Prozent. Am Donnerstag, 10. September, schiebt RTL um 20.15 Uhr eine Zusatzfolge nach.
Trashticker-Take: Das Sommerhaus hat kein Reichweitenproblem, es hat ein Verwertungsproblem. RTL bewirbt RTL+ mit dem Vorsprung und wundert sich dann, dass die lineare Ausstrahlung nur noch Zweitverwertung ist. Quotenmeter verweist auf die US-Praxis, Streaming-Titel erst danach ins klassische Fernsehen zu geben. Die 0,81 Millionen sind also weniger ein Urteil über acht Promipaare als über die Reihenfolge, in der man sie ausspielt.