Das „Sommerhaus der Stars“ ist zurück im Free-TV – und liefert genau die Mischung, für die man einschaltet: laute Streits, brüchige Beziehungen und mindestens einen Eklat pro Folge. Nur das Publikum vor dem linearen Fernseher hält sich in dieser ersten TV-Woche auffällig zurück.
Am Grundgerüst hat RTL wenig verändert: Die Promipaare ziehen erneut in die bekannte Doppelhaushälfte im münsterländischen Bocholt, zanken sich durch Spiele und Nominierungen und kämpfen am Ende um 50.000 Euro. Zehn Folgen sind angesetzt, gesendet wird dienstags und donnerstags um 20:15 Uhr. Neu ist vor allem das Timing: RTL schickt die Paare erst nach dem Streamstart ins klassische Fernsehen.
Die Zahlen der Auftaktwoche lesen sich für RTL ernüchternd. Die erste Folge am Dienstag kam laut Quotenmeter auf 0,81 Millionen Zuschauer und 5,0 Prozent Marktanteil, in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es 0,20 Millionen und 7,7 Prozent. Die zweite Ausgabe am Donnerstag legte beim Gesamtpublikum minimal auf 0,83 Millionen zu, rutschte in der Zielgruppe aber auf 5,9 Prozent ab – klar unter dem Senderschnitt. Zur Einordnung: Frühere Staffeln kratzten linear noch regelmäßig an der Millionenmarke.
Dass das „Sommerhaus“ deshalb kein Sorgenkind sein muss, zeigt der Blick auf RTL+. Die Staffel-Premiere lief dort bereits im August und soll laut Sender über zwei Millionen Abrufe gesammelt haben. Das lineare Ergebnis erzählt also nur die halbe Geschichte – ein Muster, das sich bei RTLs Reality-Marken zuletzt häuft. Für die Boulevardmedien ist die Staffel ohnehin ein Selbstläufer, wie die Schlagzeilen der ersten Tage zeigen.
Am Krawall liegt der schwache TV-Wert jedenfalls nicht. Für Reibung sorgen vor allem Anita Latifi und Hati Suárez, die sich als Erzfeindinnen seit „Kampf der Realitystars“ 2025 kennen und ihre Fehde nun in Bocholt fortsetzen. Zusätzlich sorgt Boulevardberichten zufolge ein Streit um Latifis Kind für Zündstoff: Sandro Ritzini soll das Thema angeschnitten haben, woraufhin es zwischen ihm und Fabrice Neda gekracht habe – Anita kündigte demnach sogar an, abreisen zu wollen. Auch Neuzugang Giovanni Weisheit eckt früh an.
Trashticker-Einschätzung: Das „Sommerhaus“ hat kein Drama-Problem, sondern ein Fenster-Problem. Wer die heißesten Szenen längst auf RTL+ gestreamt hat, muss dienstags um 20:15 Uhr nicht mehr zwingend einschalten. Die Show funktioniert 2026 als Stream-Marke mit TV-Zweitverwertung – für die Schlagzeilen reicht das locker, für RTLs Primetime-Statistik eher nicht.