Noch genau eine Woche, dann heißt es wieder: Willkommen am Lost Beach. Am 30. Juli startet die vierte Staffel „Good Luck Guys“ bei Joyn, einen Tag später linear auf sixx. Und während der deutsche Trash-Sommer gerade im Luxus-Entzugs-Fieber steckt – Verona Pooth sperrt ab 3. August Promis in die „Villa der Versuchung“, RTL schickt seine „Dschungel Divas“ in den Glamour-Entzug – braucht Joyns Thailand-Format diesen Kniff gar nicht erst. Hier gab es nie etwas zu entziehen: Hunger, Hitze und drei Strandhütten, von denen eine laut Sender „praktisch nichts“ enthält.
Die Grundrechnung bleibt gnadenlos: Zwölf Reality-Gesichter kämpfen in sechs Zweierteams um Perlen – die einzige Währung der Show –, den Verbleib im Camp und am Ende 20.000 Euro. Neu in Staffel 4 sind zwei Machtinstrumente: die „Vorteilshütte“ und der „Gegenzug“. Letzterer soll es sogar bereits ausgeschiedenen Teams erlauben, das Spiel weiter zu beeinflussen. Das würde die größte Schwäche der Vorstaffeln beheben: Wer raus war, war raus – und mit ihm ein Stück Dramaturgie.
Beim Cast setzt Joyn auf die bewährteste Formel des Genres: Ex-Beziehung als Sprengstoff. Beverly Cmua und Max Wilschrey waren mal ein Paar – jetzt hungern beide am selben Strand. Dazu kommt mit Francesco Morelli alias „Zoello Boy“ ein Meme-Star, der sein Reality-Debüt ausgerechnet im härtesten Format des Landes gibt. Mutig oder Kalkül? Vermutlich beides. Komplettiert wird die Runde unter anderem von Calvin Ogara, Dion Brown, Greta Barthel, Hati Suárez und Jeje Lopes.
Für Joyn ist das Format mehr als Sommer-Füllmaterial. „Good Luck Guys“ ist das Gegenmodell zum Kuppel- und Villen-Trash: Statt Rosen und Prosecco regiert die Mangelwirtschaft – und genau die produziert die ehrlicheren Momente. Wer hungrig ist, spielt keine Instagram-Rolle mehr.
Trashticker-Einschätzung: „Good Luck Guys“ ist das seltene Format, das sein Konzept nicht künstlich verschärfen muss – die neuen Regeln machen es strategischer statt lauter. Wenn Vorteilshütte und Gegenzug halten, was sie versprechen, dürfte das der klügste Trash-Start des Sommers werden. Vormerken: 30. Juli.